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SIL 3 im Miniaturformat: TR Electronic stellt sicheren Absolutdrehgeber mit nur 36 Millimetern vor

Zwei sichere Absolutdrehgeber der Baureihe CD_362+FS von TR Electronic mit KabelverschraubungBild: TR Electronic GmbH
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Sichere Positionserfassung ist in kleinen Maschinen und Fahrzeugen oft eine Platzfrage. TR Electronic will dieses Problem mit dem Absolutdrehgeber CD_362+FS lösen: Bei nur 36 Millimetern Durchmesser erfüllt er nach Herstellerangaben SIL 3 beziehungsweise PL e mit Kategorie 3. Laut Unternehmen ist er damit derzeit der kleinste sichere Absolutdrehgeber am Markt.

Redundanter Aufbau auf engstem Raum

Trotz der kompakten Bauform arbeitet der Geber als redundantes System: Er enthält zwei Multiturn-Getriebe mit jeweils eigener Abtastung, hinzu kommt eine zweikanalige Abtastung innerhalb der Umdrehung. Ein überwachtes Netzteil und interne Hardware-Diagnosen ergänzen den sicherheitsgerichteten Aufbau; die Diagnoseergebnisse fließen in ein sicheres Übertragungsprotokoll ein.

Mechanisch misst die Baureihe typisch 42 Millimeter in der Länge. Sie ist als Vollwelle mit 6, 8 oder 10 Millimetern Durchmesser sowie als Sacklochwelle oder Aufsteckhohlwelle mit 6, 8, 10, 12 oder 15 Millimetern erhältlich. Angeschlossen wird der Drehgeber über M12-Steckverbinder oder Kabelverschraubungen.

Sichere Protokolle über eine serielle Schnittstelle

Für CANopen Safety und IO-Link Safety setzt die Baureihe 362 die Busprotokolle standardkonform und zertifiziert um. Für die Protokolle, die sonst über Industrial Ethernet laufen, wählt TR Electronic einen anderen Weg: PROFIsafe, CIP Safety, openSAFETY und FSoE werden direkt im Geber sicher erzeugt und anschließend über eine RS485-basierte serielle Schnittstelle übertragen. Dabei gilt das Black-Channel-Prinzip, die zuverlässige Fehlererkennung ist also unabhängig vom Übertragungskanal.

Die serielle Schnittstelle ist laut Hersteller bewusst schlank gehalten: wenige Adern, ungeschirmte Leitungen und eine direkte Versorgung mit 5 Volt. Das passe gut zu lokalen Steuerungen oder Controllern. Die standardisierte Verbindungstechnik mit M12-Steckverbindern, Bus-Topologie und separater 24-Volt-Versorgung würde dagegen unnötig Bauraum beanspruchen. Weitere Schnittstellen sind SSI+SSI und SSI+Inkremental.

Einsatz in AGV und Medizintechnik

Als typisches Anwendungsfeld nennt TR Electronic autonome Logistikfahrzeuge. Dort müssen mehrere Lenkwinkel erfasst werden, die gesamte Lenkfunktion soll Sicherheitsanforderungen bis SIL 3 erfüllen, und der Bauraum ist extrem begrenzt. Weil solche Fahrzeuge meist mit Akkus laufen, kommt es zudem auf einen sparsamen Energieverbrauch an. Eine modulare Feldbus-Verkabelung bringe in diesen hochintegrierten Geräten keinen Vorteil; stattdessen steuern die Plattformen Sensorik und Aktorik direkt per Punkt-zu-Punkt-Verbindung an.

Das zweite genannte Feld ist die Medizintechnik: Geräte werden kompakter, gleichzeitig steigen die Sicherheitsanforderungen. Hier komme es auf bauartgeprüfte Sensoren mit SIL-Einstufung an. Wer eine Standard-Ethernet-Schnittstelle zur übergeordneten Kommunikation wünscht, kann das Umsetzermodul CIB2X+FS einsetzen. Es wandelt die seriellen Signale von bis zu vier Gebern des Typs CD_362+FS in eine Ethernet-Schnittstelle um und folgt ebenfalls dem Black-Channel-Prinzip.

TR Electronic verweist auf mehr als 40 Jahre Erfahrung mit Absolutdrehgebern und über 20 Jahre mit SIL-3-tauglicher Sensorik.

Quelle: Pressemitteilung „SIL im Miniatur-Format“ der TR Electronic GmbH vom 31. Oktober 2026. Bild: TR Electronic GmbH.